Networking schien mir noch nie richtig zu liegen. Bereits in der Schule war ich eher introvertiert, anstatt mich konstruktiv-kritisch an irgendwelchen Diskussionen zu beteiligen. Warum auch? Ging ja auch so! Spätestens seit ein paar Monaten ist mir aber bewusst geworden, dass Networking im Zeitalter von Social Media ein wichtiges Element im Berufsleben darstellt, wenn nicht sogar das Schlüsselelement überhaupt. Aber wie schaffe ich es, ein effizienter Networker zu werden? Kann ein introvertierter Mensch überhaupt networken?

Am Besten fangen wir mit der Frage an, was Networking überhaupt ist. Laut Wikipedia bedeutet Networking:

„…den Aufbau und die Pflege von persönlichen und beruflichen Kontakten. Ziel ist ein Netzwerk aus einer Gruppe von Personen, die zueinander in Beziehungen stehen und sich privat, vor allem aber beruflich unterstützen, helfen oder kooperieren, ohne das dabei Leistung und Nutzen für Dritte …. relevant ist.“

Ein Social Media Konto ist schnell erstellt, aber was dann? Wie kriege ich Follower? Mit wem vernetze ich mich auf LinkedIn und Xing? Wie stelle ich mich in Facebook Gruppen vor? Für mich schienen das am Anfang unüberwindbare Hürden zu sein. Meine noch recht kurze Erfahrung mit Social Media Networking hat mir gezeigt, dass man den Umgang mit den neuen Formen der Interaktion trainieren kann wie im echten Leben. Nicht jeder ist ein extrovertierter Mensch. Dennoch müssen wir alle im realen Leben mit anderen Menschen interagieren. Ob beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Arbeit, überall kommt es zur Interaktion mit anderen. In der digitalen Welt ist es nicht anders.

Bevor ich genauer auf die versprochenen 7 konkreten Schritte eingehe, ein paar Fakten zur Beruhigung. Laut socialmediastatistik.de ergab eine Networking Studie, dass für ca. 70 % der Deutschen Networking zwar wichtig ist, sie es aber faktisch nicht machen. (Quelle: SocialMediaStatistik.de via CC-BY-ND)

Wenn uns Networking also nicht so liegt, sind wir in guter Gesellschaft. Aber wie kann man es schaffen?

Schritt 1: Social Media Networking ist wichtig!

Mache dir bewusst, dass der Umgang mit Social Media im Moment ein wichtiger Bestandteil des Lebens, besonders des Berufslebens ist. Die Entwicklung von immer neuen Plattformen schreckt Neulinge häufig ab. So ging es mir anfangs. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es werden. Fang an und gestalte diese neue Welt mit!

Schritt 2: Wähle die passenden Netzwerke aus!

Wähle dir aus der Vielzahl von Netzwerken diejenigen aus, die für dich relevant sein können. Du musst nicht gleich auf allen Plattformen unterwegs sein. Die gängigsten sind Facebook, Instagram, LinkedIn, Twitter und Pinterest. Informiere dich, wofür die jeweiligen Netzwerke stehen und wie sie funktionieren. Dann verstehst du besser, wie du sie für dich nutzen kannst.

Schritt 3: Social Media Accounts anlegen!

Lege dir Konten bei den ausgewählten Netzwerken an, fülle das Profil aus und mache dich mit den Sicherheitseinstellungen vertraut. Es gibt heute auch sehr gute Fachliteratur auf dem Markt. Das hat mir persönlich geholfen, meine Ängste und Befürchtungen zu überwinden.

Schritt 4: Mache ein bisschen Social Media Sightseeing!

Jetzt geht es richtig los! Bevor du selbst etwas postest, schaue dir andere Konten an. Wenn dir ein Post oder Beitrag gefällt, dann like ihn oder folge dem Nutzer. Wenn du dich traust, kannst du auch einen öffentlichen Kommentar schreiben.

Schritt 5: Überlege dir eine Strategie!

Überlege dir, wie du dein Netzwerk aufbauen möchtest. Nimm dir doch einfach ein Blatt Papier (ja die Offline-Welt kann manchmal auch sehr nützlich sein ;-)) und schreibe auf, mit wem du dich vernetzen möchtest. Anfangs werden das meistens Kollegen, Freunde und Bekannte sein. Wo willst du hin? Mit wem würdest du dich gerne vernetzen? Manchmal können das auch branchenfremde Personen und Unternehmen sein.

Schritt 6: Aktiv werden!!!!

Du solltest jetzt soweit sein, eigene Posts abzusetzen, Bilder zu teilen und Kontakte zu knüpfen. Mein Tipp: einfach machen! Irgendwann wird es zur Routine. Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, dass es schon sinnvoll ist, nicht irgendetwas zu posten. Es sollte schon einen Bezug zu dem Ziel haben, das du beim Networking verfolgst. Dann trainierst du dich von Anfang an auch ein bisschen auf Effizienz und Qualität. Das hat zur Folge, dass du auch ernst genommen wirst.

Schritt 7: Spaß haben!

Bei aller Liebe zur Effizienz, Social Media hat viel mit Unterhaltung und Spaß zu tun. Mein guter Rat zum Schluss lautet deshalb: Habe auch Spaß im Umgang mit den Social Media Netzwerken. Wie gesagt, sie sind dafür gedacht, Menschen zusammen zu bringen.

Diese Liste an Schritten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll motivieren, Ängste abbauen und helfen, die ersten Schritte in Social Media zu wagen. Viel Erfolg!!!! Versucht es doch einfach mal!