Es ist Montag. Schon wieder. Und schon wieder habe ich mir für die kommende Woche einiges vorgenommen. Irgendwie tappe ich immer in die gleiche Falle. Ich will zu viel auf einmal. Und wenn es dann nicht klappt (und theoretisch kann das auch gar nicht funktionieren!!!), bin ich enttäuscht. Ich berichtete bereits von meinem Montagsdilemma. Doch ehrlich gesagt ist es gar nicht so leicht, sich im Moment überhaupt Ziele zu stecken. Denn die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit ermuntert nicht gerade dazu, Pläne zu machen. Doch ist vielleicht genau jetzt ein guter Zeitpunkt, sich langfristige Ziele zu stecken oder sogar komplett umzuorientieren?

Die US-amerikanische Psychologin Kristin Neff sagt dazu Folgendes:

„Wenn du die Kontrolle loslässt und auch deine Vorstellung, wie etwas zu sein hat, können überraschende Dinge passieren.„

Kristin Neff

Gerade befinden wir uns in einer Situation, in der die Welt um uns herum aus den Fugen geraten ist. Nichts scheint mehr wie es war. Es gibt nur wenige Dinge, die wir selbst kontrollieren können. Ist es dann ratsam, noch mehr Kontrolle abzugeben?

Neulich fiel mir ein Artikel aus dem Jahre 2015 in die Hände. Es ging um genau dieses Thema: sich im Kopf frei machen und von Erwartungen lösen. Das Ungewöhnliche daran ist, dass der Artikel im Magazin „Wohnen ist Ansichtssache“ des Sylter Einrichtungshauses VOELMY’S erschienen ist. Die Tipps sind einfach genial, dass ich sie gerne mit meinen Lesern teilen möchte. Außerdem ist es meiner Meinung nach genau das, was wir jetzt in der Krise brauchen.

#Seine Erwartungshaltung überprüfen

Es ist immer gut, konkrete Ziele zu haben. Doch manchmal sind unsere Vorstellungen vom Leben so konkret, dass wir uns andere Möglichkeiten gar nicht vorstellen können. Gestaltet sich die Wirklichkeit dann plötzlich ganz anders, stellt sich schnell Enttäuschung ein. Das ist meistens der Beginn einer Negativspirale. Man fokussiert sich zu sehr auf die negativen Aspekte und verliert den Blick für alternative Handlungsoptionen. Da erwartungsgemäß immer etwas nicht klappt und schief geht, kann sich das Ganze zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung entwickeln. Doch wer sich erwartungsfrei auf neue Gegebenheiten einlassen kann, entdeckt auf einmal neue Optionen und Chancen, mit denen er überhaupt nicht gerechnet hat. Gerade jetzt in der derzeitigen Krisensituation mögen sich Handlungsspielräume ergeben, die dem Leben oder der Entwicklung der eigenen Firma eine neue Wendung geben.

#Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg

Die Lösung ist Vertrauen. „Denn wer vertraut, leistet einen Vorschuss an Zuversicht.“, heißt es im Artikel. Das ist im Prinzip das Gegenteil von Sicherheit und Gewissheit, die wir im Moment gerade dringend gebrauchen könnten. Deshalb verlassen wir uns in Krisenzeiten gerne auf unsere bisherigen Erfahrungen. Damit stützen wir uns aber auf etwas in der Vergangenheit. Wenn jedoch vertraute Mechanismen nicht mehr funktionieren – und genau das ist gerade der Fall – hilft das leider nicht weiter. Es kann sogar zum Nachteil sein, weil es den Blickwinkel für neue Lösungen einschränkt. Vertrauen dagegen ist zukunftsorientiert. Es hilft, mit neuen, ungewissen und überraschenden Situationen besser umzugehen. „Wer vertraut kann sich einlassen. Und das ist der erste Schritt in Richtung Loslassen. Letztendlich ist also Vertrauen die wichtigste Voraussetzung für Loslassen.“, so VOELMY’S.

#Schonen Sie Ihre Kraftressourcen!

Wer versucht, krampfhaft an Dingen festzuhalten, wird verzweifeln. Es wird nicht gelingen, weil die Welt im Wandel ist. Festhalten erfordert Kraft. Kraft, die wir im Moment vielleicht gar nicht haben. Wagen wir uns doch lieber an Neues heran. Nutzen wir die Chancen, die uns die Krise bietet. Stecken wir uns Ziele. Sortieren wir unsere Prioritäten neu. Ist vielleicht genau jetzt der Zeitpunkt, um den beruflichen Neuanfang zu wagen? Oder wie wäre es, genau jetzt neue Technologien in die Unternehmensprozesse zu integrieren? Probieren Sie es doch einfach aus. Lassen Sie los! Schauen Sie, was passiert! Dann können tatsächlich überraschende Dinge passieren.